Mein Sommer mit Mucks (UA)

Klassenzimmerstück nach dem Roman von Stefanie Höfler / ab 10 Jahren

Inszenierung: Jochen Gehle

 

Zonja mit Z hat viele Fragen: Sie will zum Beispiel wissen, wie alt ein Löwe wird, wieviele Haare ein Mensch hat und was der wertvollste Stein der Welt ist. Außerdem liebt sie es, Leute zu beobachten und Statistiken aufzustellen. Die meisten in ihrer Klasse halten sie deshalb für eine Spinnerin, doch Zonja ist eben Zonja. In diesem Sommer fischt sie eines Tages im Freibad Mucks aus dem Wasser, einen seltsamen Jungen mit grüner Badehose, der abstehende Ohren hat und so dünn ist wie eine Birke. Zonja muss nun die Antwort auf eine neue wichtige Frage herausfinden: Warum kann Mucks nicht schwimmen? Die beiden spielen Scrabble, beobachten den Sternenhimmel und essen Pfannkuchen. Mucks ist der erste Mensch seit Jahren, der Zonjas Freund werden könnte. Doch irgendwas stimmt nicht mit ihm und es dauert den ganzen Sommer, bis Zonja herausfindet, was es mit seinen blauen Flecken und dem Pfefferspray auf sich hat. Zum Glück zieht sie rechtzeitig ihre Mutter ins Vertrauen, die Zonja und Mucks hilft, mit der Situation umzugehen. 

 

Feinfühlig und facettenreich behandelt die Autorin in ihrem Buch, das 2016 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde, das Thema häusliche Gewalt und erzählt gleichzeitig eine berührende Geschichte über echte Freundschaft. 


Deine Helden – meine Träume

Klassenzimmerstück von Karen Köhler / ab 12 Jahren

Inszenierung: Cordula Jung

 

Jonas hat es in seiner Jugend nicht leicht. Der frühe Tod des Vaters, die Probleme mit dem neuen Lebensgefährten der Mutter und Ärger in der Schule drohen ihm den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Nur beim Boxen ist Jonas in seinem Element. Der Verein wird für ihn ein neues Zuhause, das ihm den Halt schenkt, den er von seiner Familie nicht bekommen kann.

Eines Tages lernt er dort Jessica kennen – und ihren Bruder Heiko. Der nimmt Jonas nun immer öfter mit zu seinen Partys und stellt ihn seinen Freunden vor. Schnell wird klar, dass es sich dabei um eine Gruppe rechtsextremer Jugendlicher handelt. Und obwohl Jonas zunächst Bedenken hat, verfällt er der Gruppendynamik und dem Gemeinschaftsgefühl, das hinter Ausländerfeindlichkeit, Radikalismus und Hitlergruß steht. Er gerät in einen Strudel aus Gewalt und Verrat, an dessen Ende eine Katastrophe steht, die alles verändert.

 

Jonas flieht damals. Er flieht vor allem. Erst heute, im Alter von 23 Jahren, stellt er sich der Vergangenheit und erzählt seine Geschichte.


Ich will das, was du nicht willst

 

Ein Stück über die Freuden und Leiden der Demokratie von Ronald Mernitz

ab 5 bzw. 8 Jahren

Inszenierung: Jürg Schlachter

Puppenbau: Kerstin Dathe

 

Familie König zieht um. Schon bald muss der neu installierte Familienrat die ersten Entscheidungen treffen: Wohin geht es im Urlaub? Wer bekommt das größte Zimmer? Es wird argumentiert, geworben und bestochen, Koalitionen werden geschlossen und zerbrechen wieder … Einen für alle zufriedenstellenden Kompromiss zu finden, ist gar nicht so einfach. Und dann taucht auch noch Omas Freund Heiner auf, der behauptet, er als Ältester könne einfach bestimmen, wo es langgeht. Doch da hat er sich gewaltig geirrt, denn wenigstens in einer Sache ist sich die Familie einig: Auch wenn Demokratie manchmal ganz schön anstrengend sein kann – es lohnt sich!  

 

Das Stück ist eine Kombination aus Schauspiel und Puppenspiel und vermittelt auf spielerische Weise demokratische Werte und Grundbegriffe. Ab der Spielzeit 2017/18 steht das Stück in zwei verschiedenen Fassungen für Kinder ab fünf bzw. acht Jahren zur Verfügung und ist damit sowohl für Kindergärten als auch für Grundschulen geeignet. 



Das Projekt wird unterstützt von der Doris-Wuppermann-Stiftung.



Nina und Paul

 

Klassenzimmerstück nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Thilo Reffert / ab 10 Jahren

Inszenierung: Cordula Jung

 

Nina und Paul gehen in die vierte Klasse. Heute gibt es Zeugnisse und dann sind endlich Sommerferien! Danach wechselt Nina auf das Gymnasium, während Paul auf der alten Schule bleibt. Bisher haben die beiden kaum miteinander geredet, doch ausgerechnet heute bemerkt Paul, dass Nina bunte Augen hat und er sie eigentlich ziemlich nett findet. Also fasst er sich ein Herz und spricht Nina an. Die nimmt ihn mit auf den Bauernhof ihrer Eltern, wo Paul eine aufregende Traktorfahrt übersteht, ein Kalb rettet und gemeinsam mit Nina ein Windrad erklimmt. Am Abend dieses ereignisreichen Tages ist klar: Nina und Paul werden sich wiedersehen. Auf jeden Fall. 

 

Ein humorvolles Stück über Gemeinsamkeiten und Unterschiede und das große Abenteuer einer neuen Freundschaft!  


Die Sprache des Wassers / The Weight of Water

 

Klassenzimmerstück nach dem Roman von Sarah Crossan in englischer Sprache

ab 14 Jahren

Inszenierung: Louis Villinger

 

Austauschschülerin Kasienka kommt aus England und verbringt ein Schuljahr in der Altmark. Im Englischunterricht sollen die Schüler ein Referat über ihr Lieblingshobby halten. Kasienka erzählt über das, was ihr schon oft in schwierigen Zeiten Halt gegeben hat: das Schwimmen. Denn im Wasser gibt es keine Unterschiede, im Wasser sprechen alle dieselbe Sprache. Mit Unterschieden kennt sich das 15-jährige Mädchen bestens aus. Es ist noch gar nicht lange her, dass sie mit ihrer Mutter von Polen nach England ausgewandert ist. Dort wollten sie den Vater suchen, der die Familie für ein besseres Leben in der Fremde verlassen hatte. Für Kasienka wurde jedoch zunächst einmal gar nichts besser. Ihr neues Leben in England bestand aus Geldsorgen, Anfeindungen und Einsamkeit. Erst als das Mädchen ins Schwimmteam aufgenommen wurde, konnte sie sich langsam einleben. Heute erzählt Kasienka ihren Mitschülern davon, wie schwierig es war, ständig von dem Gefühl geplagt zu sein, dass man »immer irgendwie falsch« ist …

 

Das Klassenzimmerstück basiert auf Sarah Crossans vielfach preisgekröntem Jugendroman. Die Autorin schärft unseren Blick für die Situation aller, die sich in einem neuen Land zurechtfinden müssen und schafft dadurch ein starkes Plädoyer für Toleranz und Respekt.


Out! - Gefangen im Netz

 

Klassenzimmerstück von Knut Winkmann

ab 14 Jahren

Inszenierung: Cordula Jung

 

 

Zuerst ist es nur Gerede. Eine Party, die etwas aus dem Ruder läuft. Doch schon bald tauchen Fotos und Videos im Internet auf. Du versuchst dich zu wehren, doch du kannst nichts tun, denn du bist ausgeliefert. Hilflos gefangen im Netz. Als Polizist Dominik Stein in die Klasse kommt, denkt jeder, dass nun eine allgemeine Aufklärungsstunde über Gefahren in sozialen Netzwerken folgt. Aber das, was er erzählt, ist bittere Realität und hat direkt mit ihm zu tun. Denn Dominik berichtet von der bewegenden Geschichte seiner Schwester Vicky, die zum Mobbing-Opfer wurde.


Krieg. Stell dir vor, er wäre hier

 

Klassenzimmerstück nach dem Roman von Janne Teller / ab 14 Jahren

Inszenierung: Ronald Mernitz

 

Stell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, sondern hier in Europa. Die demokratischen Staaten sind zusammengebrochen und faschistische Diktaturen entstanden. Du siehst zertrümmerte Häuser und hungernde Menschen. Und du hast Angst, um deine Familie, deine Freunde, um dich selbst. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Protagonist. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er, ein neues Leben zu beginnen. Aber das Lagerleben ist zermürbend und ohne Aufenthaltsgenehmigung kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keinen Job finden. Jeden Tag sehnt er sich danach, nach Hause zurückzukehren. Doch wo ist das – dieses Zuhause?


Klamms Krieg

 

Klassenzimmerstück von Kai Hensel

ab 16 Jahren

Inszenierung: Cordula Jung

 

»Herr Klamm, hiermit erklären wir Ihnen den Krieg.« Diesen Satz findet Lehrer Klamm in einem Brief, den seine Schüler an ihn gerichtet haben. Auslöser dafür ist der Selbstmord eines Mitschülers, dem Klamm den einen nötigen Punkt zum Bestehen des Abiturs verwehrt hat. Dafür wird er jetzt verantwortlich gemacht. Doch Klamm gibt nicht kampflos auf, er verteidigt seinen hohen Leistungsanspruch und weigert sich, die Gleichgültigkeit seiner Kollegen, die Verleumdungen und die unveränderliche Starrheit des Schulsystems hinzunehmen. 

 

Klamms »Krieg« mit seinen Schülern wirft grundsätzliche Fragen auf: Wieviel Leistungsdruck muss sein, wieviel Strenge ist nötig? Wieviel Vertrauen ist möglich? Was macht einen guten Lehrer, was macht einen guten Schüler aus?