Klassenzimmerstücke

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Sie sich bitte an: Randolph Götze (Referat Theater & Schule)
Tel. 03931 - 63 57 15 oder gastspiel@tda-stendal.de


NEU! IN ENGLISCHER SPRACHE

Die Sprache des Wassers / The Weight of Water


Theaterstück nach dem Roman von Sarah Crossan /

in englischer Sprache / ab 14 Jahren

Inszenierung: Louis Villinger

 

Austauschschülerin Kasienka kommt aus England und verbringt ein Schuljahr in der Altmark. Im Englischunterricht sollen die Schüler ein Referat über ihr Lieblingshobby halten. Kasienka erzählt über das, was ihr schon oft in schwierigen Zeiten Halt gegeben hat: das Schwimmen. Das 15-jährige Mädchen hat schon einiges hinter sich und es ist noch gar nicht so lange her, dass sie mit ihrer Mutter und nichts weiter als einem alten Wäschesack im Gepäck von Polen nach England ausgewandert ist.

 

Dort wollten sie den Vater suchen, der die Familie und sein Heimatland für ein besseres Leben in der Fremde verlassen hatte. Für Kasienka wurde jedoch zunächst einmal gar nichts besser, im Gegenteil. Ihr neues Leben in England bestand aus einer engen Einzimmerwohnung, Anfeindungen in der Schule und endlosen Irrfahrten durch die Stadt, auf der Suche nach einem Vater, der ganz offenkundig nicht gefunden werden wollte, weil er bereits eine neue Familie gegründet hatte. Erst als Kasienka ins Schwimmteam aufgenommen wurde, konnte sie sich Schritt für Schritt mit dem Leben in England anzufreunden.

 

Heute erzählt Kasienka ihren Mitschülern davon, wie schwierig es war, sich einzuleben, ständig von dem Gefühl geplagt, dass man „immer irgendwie falsch“ ist…

 

Das neue Klassenzimmerstück des TdA basiert auf Sarah Crossans vielfach preisgekröntem hochaktuellen Jugendroman. Die junge britische Autorin schärft mit ihrer Geschichte unseren Blick für die Situation aller, die sich in einem neuen Land und einem fremden Alltag zurechtfinden müssen und schafft dadurch ein starkes Plädoyer für Toleranz und Respekt.

 

„The Weight of Water“ wird in englischer Sprache gespielt und ist für Schüler ab Klassenstufe 8 geeignet. Zur Vorbereitung stellt das TdA eine Materialmappe mit Informationen zum Stück, Textauszügen und Vokabelteil zur Verfügung. Im Anschluss an das Stück findet wie bei allen Klassenzimmerstücken eine 45-minütige Nachbereitung, in der Regel auf Deutsch, statt.

Ich will das, was du nicht willst


Ein Stück über die Freuden und Leiden

der Demokratie von Ronald Mernitz / ab 8 Jahren
Inszenierung: Jürg Schlachter / Puppenbau: Kerstin Dathe

 

Die fünfköpfige Familie König zieht um. Mit dem Umzug gehen tiefgreifende Änderungen im »System Familie« einher: Der Vater, der bisher unangefochtenes Familienoberhaupt war und im Alleingang Entscheidungen für alle getroffen hat, ist nun bereit, einen Familienrat zu installieren. Ab jetzt soll es demokratisch zugehen, jeder hat ein Mitspracherecht. Schon bald muss die erste wichtige Entscheidung gefällt werden. Wer bekommt das größte Zimmer? Vater und Mutter, weil sie ja schließlich zu zweit sind? Tochter Matilde, weil sie viel Platz für ihre Schulbücher braucht? Oma, weil sie nicht mehr so gut Treppensteigen kann? Der kleine Benni, damit er seine riesige Eisenbahn aufbauen kann? Der Streit um den schönsten Raum des neuen Hauses wird immer hitziger und schnell wird klar, dass nur einige demokratische Grundregeln Familie König helfen können, eine Entscheidung herbeizuführen. Es wird abgestimmt, argumentiert, geworben und bestochen, Koalitionen werden geschlossen und zerbrechen wieder… Wer wird das größte Zimmer bekommen? Gibt es einen für alle Familienmitglieder zufriedenstellenden Kompromiss? Zumindest über eine Frage sind sich am Ende alle einig: Auch wenn Demokratie manchmal ganz schön anstrengend sein kann – es lohnt sich!

 

Das Stück ist eine Kombination aus Schauspiel und Puppenspiel und zeigt anhand einer typischen Familiensituation demokratische Entscheidungsprozesse. Es regt die Schüler dazu an, sich mit den Chancen und Pflichten jedes Einzelnen in einer Demokratie auseinanderzusetzen und vermittelt auf spielerische Weise demokratische Werte und Grundbegriffe.



Das Projekt wird unterstützt von der Doris-Wuppermann-Stiftung.

Out! – Gefangen im Netz 


Klassenzimmerstück von Knut Winkmann / ab 14 Jahren

Inszenierung: Cordula Jung

 

Am Anfang ist nur dieser Satz. Im Netz. Plötzlich reden alle über dich. Ganz klar, deine Schuld, du hast es schließlich provoziert. Dann tauchen die Bilder auf. Und ein Video. Ein Ende ist nicht in Sicht und du hast das Gefühl zu ersticken. Du willst dem Ganzen ein Ende setzen. Es aus deinem Leben löschen. Aber du kannst nichts löschen, denn das Internet vergisst dich nicht. Zunächst scheint es so, als würde Polizist Dominik Stein eine Aufklärungsstunde über die Gefahren halten, die in sozialen Netzwerken lauern. Doch schnell wird klar, dass der Fall, von dem er berichtet, kein anonymes Beispiel aus seinem Polizeialltag ist, sondern bittere, persönliche Realität. Dominik erzählt die bewegende Geschichte seiner Schwester Vicky, die zum Mobbing-Opfer geworden ist …  

 

»Out!« ist ein brandaktuelles Klassenzimmerstück über Cybermobbing und eine Aufforderung zu mehr Zivilcourage im realen Leben.  


Nina und Paul


Klassenzimmerstück nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Thilo Reffert
ab 10 Jahren / Inszenierung: Cordula Jung

 

Das Stück erzählt die spannende und lustige Geschichte eines ganz besonderen Tages: Nina und Paul gehen in die vierte Klasse der Grundschule. Es ist der letzte Schultag vor den Sommerferien und es gibt Zeugnisse. Nach den Ferien soll Nina auf das Gymnasium wechseln. Paul bleibt auf der alten Schule. Bisher haben die beiden nur in Englisch miteinander gesprochen, und auch das nur, um Dialoge zu üben. Aber plötzlich bemerkt Paul, dass Nina ganz bunte Augen hat. Und da wird ihm klar, dass sie sich vielleicht nie mehr sehen werden, wenn Nina erstmal auf der neuen Schule ist. 

 

Nach dem Unterricht nimmt er allen Mut zusammen und spricht Nina an. Und die nimmt ihn mit nach Hause, auf den Bauernhof ihrer Eltern! Ein unvergesslicher Tag beginnt, an dem Paul eine aufregende Traktorfahrt übersteht, ein Kalb rettet und gemeinsam mit Nina ein Windrad erklimmt. Es entsteht eine echte Freundschaft und vielleicht sogar ein kleines bisschen mehr.

Klamms Krieg


Klassenzimmerstück von Kai Hensel / ab 16 Jahren
Inszenierung: Cordula Jung

 

Die Schule wird zum Kriegsschauplatz zwischen Lehrer und Schülern: Eigentlich will Lehrer Klamm »Faust« durchnehmen, doch die Schüler streiken. Sie lehnen sich auf gegen den Lehrer, der ihrer Meinung nach schuld ist am Selbstmord eines Mitschülers. Nur ein Punkt hätte ihm zum Bestehen der Abiturprüfung gefehlt und den hatte Klamm ihm verwehrt. Zerbrochen an Leistungsdruck und Versagensängsten nahm er sich das Leben. Doch Klamm verteidigt seinen hohen Leistungsanspruch und stößt auf Ablehnung. Er kämpft gegen die Klasse, die allzu gleichgültigen Kollegen, das Schulsystem, die Faulheit der Schüler. »Schule ist Zwang«, sagt Klamm, »und Lehrer wie Schüler verdanken diesem Zwang ihre gemeinsame Existenz«.

  

Das Stück regt Schüler und Lehrer dazu an, über das System Schule nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen.


100% dabei – 100% daneben

100% dabei – 100% daneben


Klassenzimmerstück von Michaela Maxi Schulz und David Lenard
nach einer Idee von Aud Merkel / ab 14 Jahren
Inszenierung: David Lenard

 

Mit 16 Jahren verliebt sich Miriam in Paul. Gerade frisch aus Rostock in die Altmark gezogen, freut sie sich über die neuen Kontakte auf dem Hof, die neuen Freunde, über ihre neue Familie. »Das war so eine richtige Gemeinschaft. Alle sind sich so einig. Kein Streit. Man lebt wie in einer eigenen Welt und ich gehörte dazu,« sagt Miriam. Sie nennt sich jetzt Paula und lebt und arbeitet in einer rechtsradikalen Kameradschaft, teilt deren Ideologie und Lebensweise. Erst nach zwei Jahren wird sie durch den brutalen Überfall auf ihren jüngeren Bruder und dessen Punkband wachgerüttelt und stellt zum ersten Mal ihr rechtes Gedankengut in Frage. Nun versucht sie, der Schulklasse ihre Geschichte zu erzählen: Emotional verstrickt, doch eisklar im Verstand, ringt sie um Verständnis.

Krieg – Stell dir vor, er wäre hier

Krieg – Stell dir vor, er wäre hier


Klassenzimmerstück nach dem Roman von Janne Teller / ab 14 Jahren
Inszenierung: Ronald Mernitz

 

Stell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, im Irak oder in Afghanistan, sondern hier, in Europa, mitten unter uns. Die demokratischen Staaten sind zusammengebrochen und faschistische Diktaturen entstanden. Seit Jahren bekämpfen sich Franzosen, Deutsche, Italiener und Griechen. Die Städte sind zerstört, die Wirtschaft liegt brach und nirgends ist es sicher. Es regieren Angst, Kälte und Hunger. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Protagonist dieser Geschichte, der aus Deutschland stammt. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versuchen er und seine Familie, ein neues Leben zu beginnen. Doch die Versorgungslage ist schlecht, das Lagerleben zermürbend und er wird von Flüchtlingskindern aus anderen Ländern gemobbt. Weil seine Familie keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Mensch dritter Klasse, erfährt Ausgrenzung und Fremdenhass. Jeden Tag sehnt er sich danach, nach Hause zurückzukehren. Doch wo ist das – dieses Zuhause?