MUSIKTHEATER DES NORDHARZER STÄDTEBUNDTHEATERS

Das traditionsreiche Musiktheater des Nordharzer Städtebundtheaters ist in Halberstadt verankert. Dort existiert bereits seit 1812 ein eigenes Stadttheater – eines der ersten deutschlandweit – in dem sich bereits früh eine eigene Musik- und Ballettsparte etablieren konnte. Vor 25 Jahren erfolgte die Zusammenlegung mit dem Theater Quedlinburg zum Nordharzer Städtebundtheater. Es bietet Inszenierungen im Musiktheater, Ballett, Schauspiel, Märchen und Konzert. Musikdirektor Johannes Rieger leitet seit 2009 als Intendant das Nordharzer Städtebundtheater. Sein Anliegen ist es, das reichhaltige musikalische und dramatische Kulturerbe sowie innovative Entwicklungen unserer Zeit über nachfolgende Generationen weiter zu führen.

IDOMENEO

Dramma per musica in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart 

Textbuch von Giambattista Varesco

8.10.2017 / 18 Uhr / Großes Haus

 

Der Kreterkönig Idomeneo ist in Seenot geraten und gelobt dem Meeresgott Poseidon, im Fall seiner Rettung den ersten Menschen zu opfern, den er an seiner heimatlichen Küste trifft. Inzwischen ist jedoch sein Sohn Idamante an den Strand geeilt, um nach dem Schiffbrüchigen Ausschau zu halten – der Vater muss also entweder zum Mörder des eigenen Sohnes werden oder sein Gelübde brechen! Rettung aus dieser verzweifelten Situation bringt nach zahlreichen Prüfungen letztlich ein göttlicher Orakelspruch, der die Opferbereitschaft Idamantes und vor allem dessen leidenschaftliche Liebe zu der trojanischen Prinzessin Ilia belohnt. 

 

Die 1781 in München uraufgeführte Oper ist ein musikalisches Drama von unerhörter Freiheit und Kühnheit und eines der frühen dramatischen Meisterwerke Mozarts.


HÄNSEL UND GRETEL

Ballett für Jung und Alt von Can Arslan nach den Brüdern Grimm

3.12.2017 / 16 Uhr / Großes Haus

 

Die Geschichte vom Geschwisterpaar, das im Wald ausgesetzt wird, weil sich seine Eltern aus bitterer Not nicht weiterzuhelfen wissen, ist bis heute eines der meisterzählten Märchen. Generationen von Kindern sind damit aufgewachsen. Ob im Grimmschen Original vorgelesen, mündlich nacherzählt, als Oper oder als Verfilmung erlebt, stets fiebern die Kinder mit Hänsel und Gretel mit und warten auf ein gutes Ende.

 

Das Nordharzer Städtebundtheater zeigt nun eine Ballettfassung für große und kleine Zuschauer von Choreograf Can Arslan. Schon in der letzten Saison bewies er mit seiner Inszenierung »Alice im Wunderland« in Stendal, wie fantasievoll er mit der semiklassischen Tanzsprache seiner virtuosen Tänzer umgeht und dabei auf das verweist, was uns heute die alten Geschichten noch immer zu sagen haben.


DER BETTELSTUDENT

Operette in drei Akten von Carl Millöcker

Textbuch von Friedrich Zell und Richard Genée nach der Komödie »Fernande« von Victorien Sardou

28.1.2018 / 16 Uhr / Großes Haus

 

Oberst Ollendorf, Gouverneur von Krakau und ein gewaltiger Maulheld und Säbelrassler, wurde bei einem Ball von Komtesse Laura Nowalska vor der versammelten feinen Gesellschaft kompromittiert: Mit einem Fächer schlug sie ihm ins Gesicht, obwohl er sie doch nur auf die Schulter geküsst hat. Die Kränkung ist heimzuzahlen durch eine noch viel größere öffentliche Kränkung der hochmütigen, dabei völlig verarmten Sippschaft Nowalski. Der beleidigte Oberst plant, dass Laura einem vermeintlich schwerreichen Fürsten auf den Leim gehen soll. Dafür hat er zwei junge Gefangene, den Bettelstudenten Symon und den Aufrührer Jan, mit feinen Kleidern und prallen Börsen ausgestattet. Die ansehnlichen wie kecken Burschen sind durchaus gewillt, ihre Freiheit durch abenteuerlichen Mummenschanz zu erkaufen. Eine effektvolle, heiter-revolutionäre Geschichte mit pointiert gezeichneten Figuren nimmt ihren Lauf ...


DIE VERKAUFTE BRAUT

Komische Oper in drei Akten von Bedřich Smetana

Textbuch von Karel Sabina

13.5.2018 / 18 Uhr / Großes Haus

 

Marie soll den reichen, aber einfältigen Tolpatsch Wenzel heiraten, obwohl ihr Herz dem zugewanderten Knecht Hans gehört, dem sie ewige Treue geschworen hat. Als Maries Vater und der Ehevermittler mit dem Ehevertrag kommen, verweigert Marie standhaft ihre Zustimmung. Hans dagegen scheint wegen eines lukrativen Angebots ins Wanken zu geraten: Für 300 Gulden verzichtet er auf Marie, jedoch unter der Bedingung, dass diese nur einen Sohn des Micha heiraten darf. Dass Micha der gemeinsame Vater von Hans und Wenzel ist, weiß natürlich niemand. Alle, die von dem Vertrag hören, sind empört über den »Verkauf der Braut«.  Doch nach einigem Hin und Her kommt die Wahrheit ans Licht und das Happy End für Hans und Marie ist besiegelt.