Inszenierung: Sven Hussock

Ausstattung: Sofia Mazzoni

Dramaturgie: Anna Stegherr

 

Maude Gutman : Angelika Hofstetter

Lionel Percy: Hannes Liebmann

Das Original

Schauspiel von Stephen Sachs

Deutsch von Karen Witthuhn

Premiere: 10.3.2018 / 19.30 Uhr

Kleines Haus

 

»Jemand wie ich kann kein Meisterwerk besitzen?« Maude

 

Maude Gutman lebt ein tristes Leben am Rande der Gesellschaft. Plötzlich aber scheint sie das ganz große Los gezogen zu haben! Bei einem ihrer Streifzüge durch die Trödelläden, in denen sie regelmäßig einkauft, hat sie ein Gemälde gefunden, ein »hässliches Ding« zwar, aber es war nicht teuer, und so nahm sie es mit. Und nun sitzt tatsächlich der Gutachter Lionel Percy auf ihrer heruntergekommenen Couch! Im Auftrag einer Stiftung, die in ausgewählten Fällen eine Echtheitsprüfung vornimmt, ist er extra ihretwegen aus New York angereist. Denn Maude ist sich sicher: bei ihrem Gemälde handelt es sich um einen waschechten Jackson Pollock. Es geht um nicht weniger als 50 Millionen Dollar! Doch der Experte kann sich kaum vorstellen, dass ein wertvolles Bild in den Besitz einer so unkultivierten – ähm – Dame gekommen sein soll. Erst als Maude enthüllt, dass sie bereits ein millionenschweres Angebot habe, sieht Percy das Bild und seine Besitzerin in anderem Licht …

 

»Das Original« setzt sich auf ebenso witzig-charmante wie hintersinnige Weise mit zwei Fragestellungen auseinander: Was ist Kunst, wer entscheidet darüber? Und: Wie beurteilt man einen Menschen, wie schnell steckt man ihn in eine Schublade? Die L. A. Times lobte das Stück als eines, das »sowohl tiefgehend psychologische als auch differenziert intellektuelle Konflikte« verhandelt und damit »eine selten perfekte Verbindung von Gefühl und Verstand« eingeht.

 

»›Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein.‹ Theodor W. Adorno – Warum bezahlen Menschen Millionen für ein Stück bemalte Leinwand und andere würden sie auf den Sperrmüll werfen? Ein mitreißender Abend über zwei Menschen, die durch ein Gemälde ihre eigene innere Wahrheit für einen kostbaren Moment preisgeben. Das kann dramatisch und lächerlich sein, denn der Mensch ist wie die Kunst selbst.« Sven Hussock

 


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