Inszenierung: Andreas Hueck

Bühne und Kostüme: Sofia Mazzoni

Musik: Bardo Henning

Choreografie: Theodora Georgiewa

Dramaturgie: Cordula Jung, Anna Stegherr

 

Dr. Jakob Fabian: Carsten Faseler

Stephan Labude: Andreas Müller

Cornelia Battenberg: Caroline Pischel

Frau Moll / Ruth Reiter: Michaela Fent

Dr. Moll / Akademiker Fritz / Direktor Breitkopf / Kriminalkommissar Donath / Direktor Storch: Jochen Gehle

Kellner Nietenführ / Erfinder / Justizrat Labude: Hannes Liebmann

Bettler / Caligula / Prolet / Geheimrat Herzfeld: Thomas Weber

Frau Hohlfeld / Kulp / Die Schwarzhaarige / Die Magere / Serviererin: Angelika Hofstetter

Kleines Mädchen / Frau Sommer / Selow / Meta: Simone Fulir

Fabians Mutter / Die Dicke / Alte Dame: Christa Pillmann

Zeitungsverkäufer / Nazi / Fischer / Paul Müller / Blinder: Dimitrij Breuer

Der junge Fabian: Kinderstatisterie N.N.

 

Musiker: Orlando de Boeykens (Tuba), Bardo Henning (Akkordeon, Piano), Rudi Neuwirth (Drums)

Fabian

Schauspiel nach dem gleichnamigen

Roman von Erich Kästner

Premiere: 13.1.2018 / 19.30 Uhr

Großes Haus

 

»Ich warte auf den Sieg der Anständigkeit.« Fabian

 

Berlin, 1930. Dr. Jakob Fabian hat Germanistik studiert und muss sich dennoch mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Aktuell ist er Werbetexter und streift ansonsten gemeinsam mit seinem Freund Labude durch das atemlose Nachtleben im Berlin zur Zeit der Weltwirtschaftskrise. In Kneipen, Ateliers und Bordellen trifft er Arbeitslose, Glückssucher und Lebenskünstler und beobachtet den Tanz auf dem Vulkan einer zugrunde gehenden Gesellschaft. Während Fabian vergeblich nach dem Sinn des Lebens sucht, arbeitet Labude an seiner akademischen Laufbahn, mischt sich in die politischen Auseinandersetzungen ein und glaubt fest daran, dass der Menschheit doch noch zu helfen sei.

 

Einen kurzen Moment des Glücks erlebt Fabian, als Cornelia in sein Leben tritt und er sich Hals über Kopf in sie verliebt. Doch bald darauf holt ihn die grausame Realität ein: Cornelia verlässt ihn, um eine lukrativere Verbindung einzugehen, er wird arbeitslos und Freund Labude begeht Selbstmord. Fabian verliert jeden Halt, während die Gesellschaft weiter ihrem Untergang entgegentaumelt. 

 

Erich Kästners Roman ist eine provokante Großstadtsatire und eine brillante, erschreckend aktuelle Gesellschaftsanalyse zugleich. Wie der Autor 20 Jahre später schrieb, sollte der Roman »vor dem Abgrund warnen, dem sich Deutschland näherte und (…) mit allen Mitteln in letzter Minute Gehör und Besinnung erzwingen«. 

  

»Wer auf schrägem Untergrund versucht gerade zu stehen, scheint für alle, die an ihm vorbeirutschen, gegen den Strom zu schwimmen; dabei versucht er vielleicht nur aufrecht zu sein!« Andreas Hueck


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